BOFORS 40 MM L 70!

Aus den Erfahrungen des 2. Weltkriegs entwickelte sich bei der neuen Bundeswehr die Flugabwehrkanonentruppe. Basierend auf dem schon im Weltkrieg genutzten System Bofors wurden die Luftwaffenverbände aufgebaut.


Der schwedische Rüstungshersteller BOFORS entwickelte in den 1920er Jahren für die schwedische Marine das 40 mm L 70 Flakgeschütz. Zielvorgabe war eine schnelle Feuerrate sowie eine hohe Mündungsgeschwindigkeit. Dadurch entwickelte sich das Geschütz zu einer effektiven Vielzweckwaffe. Eingesetzt wurde die BOFORS 40 mm L 70 anfänglich zur Flugabwehr auf Schiffen sowie zur Seezielbekämpfung. Jedoch erweiterte sich ihr Radius auch auf den Einsatz an Land.

ENTWICKLUNG: 1928 gab die schwedische Marine der Firma BOFORS den Auftrag ein leistungsfähiges Flakgeschütz als Ersatz für die Vickers Maschinenkanone zu entwickeln. Von 1929 bis 1934 dauerten die Versuche an der Waffe um sie im Bereich der Munitionszufuhr und Feuergeschwindigkeit zu verbessern. Danach erfolgte der Zulauf an die schwedische Marine. Weiterhin wurden von BOFORS für die Verwendungszwecke der Marine unterschiedliche Modelle erstellt die ebenfalls recht erfolgreich eingesetzt werden konnten.

Ab 1935 begann dann der weltweite Siegeszug der BOFORS 40 mm, da die Firma BOFORS für den Landeinsatz eine vierrädrige Kreuzlafette entwickelte, die es ermöglichte die Waffe ohne abzuprotzen direkt in den Einsatz zu bringen. Dabei blieb leider ein Teil der Zielgenauigkeit auf der Strecke. Für den normalen Aufbau konnte das Bedienerteam unter Nutzung der Schleppstange und der Laufarretierung als Hebel die Räder vom Boden abheben und das Geschütz auf Stützplatten senken. Durch die beiden zusätzlichen seitlich ausklappbaren Auslegerbeine konnte unter Verwendung der Handkurbeln das Flakgeschütz innerhalb einer Minute ausgerichtet werden.

In zahlreichen Ländern kam die BOFORS 40 mm weltweit als Flak mittlerer Reichweite zum Einsatz. Auch traten zahlreiche Länder wie Österreich, USA, Kanada, Großbritannien und die Sowjetunion als Lizenzfertiger zu tage, wodurch durch die 1938 erfolgte Besetzung Österreichs auch die deutsche Armee mit der Waffe in Berührung kam. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde das Waffensystem BOFORS 40 mm offiziell bei der Wehrmacht eingeführt. Bei der Bundeswehr wurde die BOFORS 40 mm L 70 von 1957 bis 1965 bei der Luftwaffe eingesetzt, danach gab die Luftwaffe das Waffensystem an Marine und Heer ab.

Technische Daten der Bofors 40 mm L 70

+ Allgemeine Daten
- Reichweite (Vollgeschoss): 12,6 km
- Reichweite (Sprengmunition): 3,8 km
- Richtgeschwindigkeit Seitenwinkel: 75 Grad/Sek.
- Richtgeschwindigkeit Höhenwinkel: 45 Grad/Sek.
- Höhenrichtbereich: -5 bis + 90 Grad
- Seitenrichtbereich: 360 Grad


+ Betriebsmöglichkeiten der BOFORS 40 mm L 70

- in mechanischer Arbeitsweise
- in eletrisch hydraulischer Arbeitsweise
- durch Feuerleitgerät Fledermaus ferngesteuert
- Länge: ca. 6,20 m
- Breite: ca. 1,95 m
- Höhe: ca. 2,05 m
- Maximale Schussweite: etwa 9000 m
- Maximale Schusshöhe: etwa 4480 m

+ Gewicht
- In Fahrstellung: 4700 kg
- In Feuerstellung: 3850 kg (ohne Fahrgestell)
- Rohrgruppe: 136 kg
- Vorholfeder: 26,6 kg
- Verschlusskeil: 5,4 kg

+ Rohr
- Rohrlänge: 2800 mm - 16 Züge und Felder progressiver Rechtsdrall von 3 auf 6 Grad ansteigend
- VO: 1000 m/sek - Schussfolge: 240 Schuss/Min.
















 
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