CIUDAD JUAREZ (MEXIKO) UND SENORA AMPARO CLUBER LE ROY (MAMA SITA)

Ciudad Juárez ist eine Stadt im Bundesstaat Chihuahua im Norden Mexikos. Sie liegt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze gegenüber von El Paso, mit dem sie durch vier Brücken verbunden ist, und am Zufluss des Río Conchos in den Rio Grande. Die Einwohnerzahl beträgt 1.301.452 (Volkszählung 2005). Die Metropolregion Ciudad Juárez/El Paso hat etwa zwei Millionen Einwohner.
Seit dem Beitritt Mexikos zur NAFTA ist Ciudad Juárez eine der am schnellsten wachsenden Städte Mexikos, da die Ansiedlung von sogenannten Maquiladoras vor dem Hintergrund, dass die Löhne im Vergleich zu den USA niedriger sind, Investitionen nach sich zogen.

Eine Auswirkung der zum Teil unkontrollierten Zuwanderung sind die Armensiedlungen rund um die Stadt, wie z. B. die Colonia Anapra im Nordwesten.
Die Stadt hält eine Spitzenposition in der Verbrechensstatistik. Unter allen mexikanischen Städten ist sie vom seit 2007 tobendenDrogenkrieg in Mexiko am meisten betroffen. Im Jahr 2008 wurden etwa 1.600 Menschen ermordet, 2009 waren es 2.657 und 2010 gab es 3.111 Opfer. Pro Tag werden durchschnittlich 7 Menschen ermordet. Auf Druck des organisierten Verbrechens trat im Februar 2009 der Polizeichef der Stadt, Roberto Orduña Cruz, zurück. Zudem gab es seit dem Beginn einer Mordserie an Frauen und Mädchen mehrere hundert Opfer. (Frauenmorde von Ciudad Juárez).

1848 wurde die Grenze zwischen den USA und Mexiko durch die ehemalige Stadt Paso del Norte gezogen, die fast 200 Jahre zuvor als hispanische Niederlassung gegründet worden war. Direkt nachdem die internationale Demarkationslinie festgelegt worden war, wurde eine neue Siedlung auf der linken Seite des Río Bravo errichtet, die El Paso genannte wurde. Die damals kleinen Siedlungen auf beiden Seiten der Grenze haben sich heute zu einem internationalen Ballungsraum entwickelt, der über zwei Millionen EinwohnerInnen umfasst, davon 750 000 auf der nordamerikanischen und 1,5 Mio. auf der mexikanischen Seite. Victor Orozco Orozco unternimmt im Folgenden einen kleinen historischen Streifzug durch die „ersten hundert Jahre“ dieses Siedlungsgebietes.
Bei der Unterzeichnung des Vertrages von Guadalupe Hidalgo kam man darin überein, dass das Örtchen El Paso del Norte auf beiden Seiten der Grenze verbleiben sollte. Auf der westlichen Seite erstreckte sich ein weites Territorium, bekannt unter dem Namen La Mesilla, das bis an die Ufer des Flusses Gila reichte. In dieser Region entstanden drei mexikanische Kolonien, deren BewohnerInnen es ablehnten, NordamerikanerInnen zu werden. 1853 drohte jedoch der nordamerikanische Gouverneur von Neu-Mexiko damit, sich weitere 100 000 Quadratmeilen mexikanischen Territoriums anzueignen. Als beide Seiten bereit waren, den Krieg von neuem aufflammen zu lassen, erging jedoch der Befehl des mexikanischen Diktators Antonio López de Santa Anna, die mexikanischen Truppen sollten sich zurückziehen, da La Mesilla endgültig an die Regierung der Vereinigten Staaten verkauft worden war. Der Vertrag wurde von Mexiko allerdings mit der Pistole auf der Brust unterzeichnet.

Zwischen 1848 und 1854 galt die Klausel des Vertrags von Hidalgo, die die nordamerikanische Regierung dazu verpflichtete, Wanderungsbewegungen kriegerischer UreinwohnerInnen nach Mexiko zu verhindern. Natürlich kam sie dem nie nach. Für die EinwohnerInnen von Chihuahua und vor allem für die BewohnerInnen der Grenzregion bedeutete dies, dass in den folgenden Jahren die meisten Attacken von Apachen stattfanden, mit entsprechenden Verlusten an Menschenleben und Eigentum. Im August 1865 kam die republikanische Regierung, angeführt von Präsident Benito Juárez, im Dorf Paso del Norte an und leitete von dort aus den Widerstand gegen die Intervention der französischen Armee, die von Napoleon III. geschickt worden war. Die Regierung von Abraham Lincoln unterhielt offiziell diplomatische Beziehungen mit der republikanischen Regierung, hielt jedoch ein striktes Waffenembargo gegen die Truppen von Präsident Juárez aufrecht. Die wenigen Gewehre, die von Schmugglern über diese Region ins Land gebracht werden konnten, kamen – bis 1866 das Verbot aufgehoben wurde – über El Paso und das Örtchen Paso del Norte nach Mexiko.
Kaum ein Jahr vor der Ankunft des republikanischen Kabinetts in Paso del Norte gelangte ein guter Teil des Ackerlandes, das als El Chamizal bekannt war, auf die linke Seite des Río Bravo, dessen Flussbett sich nach Süden verlagert hatte. Präsident Juárez versuchte 1911 das erste Mal Einspruch dagegen einzulegen und forderte die Rückgabe des Gebietes. Ein kanadisches Schiedsgericht, das in El Paso eingerichtet wurde, entschied zu Gunsten Mexikos, doch es mussten weitere 52 Jahre vergehen, bis die US-amerikanische Regierung einwilligte, den Fluss zurückzuverlegen, und 1967 schließlich einen Teil dieses Territoriums an Mexiko zurück gab, just den Teil, auf dem sich heute die Universidad Autónoma de Ciudad Juárez erhebt.



Die Auseinandersetzungen zwischen den beiden Nationen endeten also nicht mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages, ihr folgten viele Konfrontationen und blutige Episoden. Eine davon war der so genannte Salzkrieg von 1877 um die Salinen. Die MexikanerInnen rebellierten, weil sie am Salzabbau gehindert wurden. Dieser Zusammenstoß war eindeutig rassistisch eingefärbt. In diesen Jahren begannen die MexikanerInnen damit, die US-Amerikaner Gringos zu nennen. Der Ursprung dieses Wortes ist nicht zweifelsfrei bekannt, seine ursprünglich abwertende Bedeutung ging jedoch im Laufe der Zeit verloren. 1881 erreichte die Eisenbahn El Paso – ein Ereignis, das das Leben beider Völker und ihre Beziehungen untereinander augenblicklich veränderte. El Paso, das 1880 aus einigen wenigen Häusern, Geschäften und einem Fort bestand, war nur zehn Jahre später eine florierende Stadt mit mehr als 11 000 EinwohnerInnen. Die mexikanische Seite, die im Jahre 1888 den Namen Ciudad Juárez annahm, begann mit dem Bau der Eisenbahnlinie Richtung Süden und wurde so mit der Stadt Chihuahua und drei Jahre später mit der Hauptstadt der Republik verbunden. El Paso wurde rasch zu einem beliebten Niederlassungsort und seine Bevölkerung wuchs sehr schnell. Waren es 1900 noch 16 000 EinwohnerInnen, ging sie zehn Jahre später auf die 40 000 zu. Ciudad Juárez wuchs langsamer; 1910 jedoch – das Jahr, in dem die mexikanische Revolution begann – näherte sie sich 11 000 EinwohnerInnen. In den Zeiten davor flüchteten verschiedene verfolgte mexikanische Gruppen in die USA – angefangen mit den radikalen Anarchisten, die die Partido Liberal Mexicano gründeten und sich mit den International Workers of the World zusammenschlossen, bis hin zu den Gruppen, die die Demokratisierung der Wahlen forderten und schließlich von Francisco I. Madero angeführt wurden – einer der wichtigsten Führungspersönlichkeiten der mexikanischen Revolution und Präsident Mexikos von 1911 bis 1913. Die mexikanische Revolution brach am 20. November 1910 aus. Die Truppen der rancheros, der Landarbeiter, beschlossen Ciudad Juárez zu belagern und sich gegenüber der American Smelting Company niederzulassen, deren hohe Schornsteine Symbol für den wirtschaftlichen Standard von El Paso waren. Ihr Lager grenzte an den Punkt, der Texas, Neu-Mexiko und Chihuahua voneinander trennt. Dort blieben die aufständischen Bauern einige Wochen lang, unter der drückenden Hitze der Wüste. In diesem Zeitabschnitt eilten Dutzende von Journalisten und Fotografen von den wichtigsten US-amerikanischen Zeitungen und Zeitschriften herbei, um dieses ungewöhnliche Ereignis festzuhalten, so dass wir heute über viele wertvolle Fotos der Revolutionäre verfügen. Die Führer der Revolution beschlossen schließlich – des Wartens überdrüssig und aus Angst, dass ihre Leute Fahnenflucht begehen könnten – mit dem Kampf zu beginnen, Revolutionsführer Pascual Orozco befahl den Angriff. Die föderalen Streitkräfte verschanzten sich in den wichtigsten Gebäuden der Stadt, u.a. im Postamt und in der Bibliothek, die gerade erst eingeweiht und auf den Namen des Generals Prim getauft worden war. Alle diese Gebäude wurden angezündet und zerstört. Ciudad Juárez war die erste mexikanische Stadt, die mit Tod und Zerstörung ihres Erbes den schmerzhaften Tribut an die Abfolge von Bürgerkriegen, die gerade erst begonnen hatte, zahlen musste.
In den folgenden Jahren sollten die Bewohner von Juárez, von sehr kurzen Zeiträumen abgesehen, nicht mehr zur Ruhe kommen. Kurz nach Ausbruch der mexikanischen Revolution folgte die Rebellion der AnhängerInnen von Pascual Orozco und Ricardo Flores Magón, bei der die Grenzstadt einen Hauptschauplatz darstellte. Ciudad Juárez war auch die letzte Stadt, die in die Hände des vom Putschgeneral Victoriano Huerta geführten Bundesheeres fiel. Es folgten der Putsch unter eben jenem General 1913, die Verfassung von 1917 und immer wieder Kämpfe zwischen den verschiedenen revolutionären Gruppen, schließlich die Strafexpedition des nordamerikanischen Heers, um Pancho Villa zu fassen, der wiederum 1919 die Stadt mit seinen Guerilleros einnahm, was nur durch die Intervention der nordamerikanischen Soldaten von Fort Bliss abgewehrt werden konnte. Die letzte militärische Konfrontation fand in Ciudad Juárez 1929 statt.

n der Sprache werden die Beziehungen zwischen den beiden Gesellschaften besonders deutlich. Das Englische hat eine Vielzahl an Worten aus dem Bereich der Luftfahrt, der Viehzucht und der Pferdedressur wie aparejo (Flaschenzug), corral (Hof), rodeo und viele weitere aus dem Spanischen übernommen. Das Spanische wiederum hat viele aus der Automobilindustrie, wie choferes (Chauffeure), trokas (Lastwagen-trucks), fender (Kotflügel) etc. übernommen. Die Revolution verschärfte z.B. auch rassistische Konflikte, die latent weiter bestehen. In ganz Nordmexiko und besonders im Bundesstaat Chihuahua wuchs ein antinordamerikanisches Bewusstsein, da die US-amerikanischen Machthaber eine Politik verfolgten, die von Belästigung und physischer Gewalt gegen MexikanerInnen, die die Grenze überschritten, geprägt war. Sie mussten sich ausziehen, wurden dazu gezwungen ein Bad zu nehmen und wurden „desinfiziert“, wobei gefährliche Säuren oder Benzin zum Einsatz kamen.

Am Ende des ersten Weltkrieges war in Europa und den Vereinigten Staaten die Vorstellung weit verbreitet, dass die Laster der Menschheit für die politischen Konflikte verantwortlich seien. Die Hauptschuld gab man dem Alkohol, den man in den Vereinigten Staaten im Übermaß konsumierte, so dass sich an diesem Getränk unzählige religiöse Gruppierungen aufrieben. Ihr Triumph war gekommen, als das Gesetz in Kraft trat, das die Herstellung, den Handel und den Konsum von alkoholhaltigen Getränken verbot (Prohibition). Für die mexikanischen Grenzstädte stellte dies einen unverhofften wirtschaftlichen Aufschwung dar, da sie zu Herstellern und Lieferanten von berauschenden Getränken wurden, die Schmuggler auf die andere Seite der Grenze brachten. Außerdem bescherte dies den Grenzstädten eine Unmenge an regelmäßigen Gästen, die zum Essen und Trinken kamen. Diese Welle erreichte unglaubliche Dimensionen: Vor der Prohibition überschritten weniger als 15 000 TouristInnen im Jahr die Grenze, danach schnellte die Zahl auf 400 000 hoch. Diese Faktoren trugen mit Sicherheit dazu bei, dass sich der historische Trend, demzufolge die Stadt El Paso immer viel schneller als Ciudad Juárez gewachsen war, umkehrte: In weniger als drei Jahrzehnten schwand die große demografische Distanz zwischen den beiden Städten.
Die Weltwirtschaftskrise, die mit dem Börsencrash an der Wall Street 1929 begann, schlug auch im nordamerikanischen Südwesten heftig ein, so dass BewohnerInnen aus El Paso emigrierten, mit dem Ergebnis, dass die Bevölkerung dort nicht weiter anstieg, sondern zurückging. Die EinwohnerInnenzahl von Ciudad Juárez hingegen stieg um fast 10 000 Personen an. Obwohl Mexiko grundsätzlich ländlich geprägt ist, fand in diesen Jahren eine zunehmende Urbanisierung statt. Von dem Zeitpunkt an ist Juárez zu einem Anziehungspunkt für Bauern geworden, die in die Städte abwandern, um dort halb städtischen, halb ländlichen Beschäftigungen nachzugehen.

1942, ein Monat, nachdem sich die Vereinigten Staaten in den Krieg gegen die Achsenmächte eingebracht hatten, unterzeichneten sie ein Abkommen mit Mexiko, um Feldarbeiter – braceros – anzuwerben und sie über die Grenze zu bringen. Viele Millionen passierten somit legal die Grenze, um im Nachbarland zu arbeiten. Als der Krieg gegen Deutschland und Japan beendet war und obwohl Millionen Soldaten zurückkehrten, brach die Nachfrage nach helfenden Händen für die US-amerikanische Landwirtschaft nicht ab und stieg mit Beginn des Koreakrieges sogar wieder an. Unterdessen wurden die Verhandlungen zwischen den Regierungen fortgesetzt, in Ciudad Juárez wuchs die Zahl derer, die sich wünschten, auf „die andere Seite“ zu gehen, während sie dort von Landwirten und Farmern, die den Verlust ihrer Ernte fürchteten, sehnsüchtig erwartet wurden.

Ein Jahrhundert nachdem die Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten in der ehemaligen Stadt Paso del Norte festgelegt wurde, beherbergt dieses Gebiet zwei Städte mit unterschiedlichen Schicksalen, die gleichzeitig eng miteinander verbunden sind. Die Beziehungen zwischen den beiden gestalten sich immer komplexer und sie enwickeln sich zu einem internationalen Ballungsraum inmitten des enormen Grenzbereichs, eine der dynamischsten Gegenden weltweit, die für beide Länder lebenswichtig ist. Die aktuellen Probleme hier kann man kaum verstehen, ohne ihre historischen Meilensteine zu kennen.
Erläuterung: Dieser Vertrag von 1848 verpflichtete die Mexikaner – nach ihrer Niederlage im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg – dazu, über die Hälfte(!) ihres Staatsgebietes (das gesamte Gebiet zwischen Kalifornien und Texas) an die USA abzutreten, und verlegte die Grenze an den Río Grande. Die MexikanerInnen im Südwesten sollten innerhalb eines Jahres nach Mexiko auswandern oder die US-amerikanische Staatsbürgerschaft annehmen.


Erläuterung: 1864 hatten Großbritannien, Spanien und Frankreich, unterstützt von mexikanischen Konservativen, beschlossen, in Mexiko einen Kaiser zu installieren. Der Grund für diese Intervention waren Auslandsschulden, denen die MexikanerInnen nicht nachkamen.
MAMA SITA Es war nur eine lokale Notiz in Ciudad Juarez, dem Millionen-Menschen-Schmelztiegel am Rio Grande, gleich an der Grenze zum US-Amerika: In einem Haus "downtown" hatten städtische Polizeibeamte die Leiche einer 74-Jährigen gefunden, inmitten von Bergen monatelang angehäuften Mülls, umgeben von miauenden Katzen. Fünf Tage hatte sie dort tot gelegen. Das war Anfang Januar im Jahre 1997. Ein stiller Tod, unbemerkt, wie er oft vorkommt, in Mexiko wie anderswo. Der Körper der so verstorbenen Senora Amparo Cluber Le Roy fand seinen Platz auf einem Friedhof in Juarez, ein Rechteck Erde, ohne Namen, ohne Kennzeichnung.


David Perez Lopez, Journalist, war es, der auf mexikanischer Seite als erster auf die Geschichte hinter der Geschichte aufmerksam machte: Mit Amparo Cluber Le Roy sei eine Institution gegangen, schrieb er es - eine Institution, die weit über Grenzen und Nationen hinaus gereicht habe. Sie sei "das Herz" gewesen, als "Eigentümerin einer virtuellen Zuflucht des Deutschen im Brennpunkt der City von Juarez". Die "virtuelle Zuflucht des Deutschen" - das war eine "fremdländische" (Perez) Bar in der Calle Ocampo von Juarez, 1951 eröffnet, später als "Deutscher Club Rainer Palast" benannt, bis zuletzt (Anfang 1992) außen mit dem Schwarz-Rot-Gold der deutschen Fahne geschmückt. Und ganz sicher waren es im Laufe der Jahre Zehntausende junger Deutscher, die Amparo Cluber Le Roy hier hinter der Theke stehend kennen gelernt haben.
Amparo Cluber Le Roy - das war "Mama Cita". "Mama Amparo Kluber Le Roy" stand auf ihrer Visitenkarte, die sie freigiebig verteilte, immer begleitet von Warnungen und Hinweisen: "Alle mexikanischen Polizisten sind Verbrecher, wenn Du Probleme hast, ruf' mich an." Glaubwürdig berichtet wird, dass, wer in Juarez in Schwierigkeiten kam und diese Visitenkarte vorzeigte, aller Probleme schnellstens ledig wurde. Landete ein Deutscher gar im mexikanischen "Jail" und gelang es ihm, einen Anruf zu "Telefono 4-10-16" durch zu bekommen, soll er in kürzester Zeit wieder zur USA-Grenze expediert worden sein, wird mit der größtmöglichen Hochachtung erzählt. "Mama Cita", die uns aus jedem Schlamassel raus holte in Mexiko", etwa schreibt Erhard Kowolik unter dem Datum 15. Jan. 2004 im Gästebuch der Deutschen im US-Stützpunkt Fort Bliss.


Das "Konsulat" in der Calle Ocampo von Juarez jedenfalls scheint mit einer maximalen Effizienz gearbeitet zu haben, hoch geschätzt von der deutschen Kolonie auf der anderen Seite der Grenze; so hoch, dass "Mama Cita" selbstverständlich zu allen Festen in Fort Bliss und El Paso eingeladen war, so hoch, dass in ihrem Etablissement in der Calle Ocampo gar die Visitenkarten von Helmut Schmidt und Franz Josef Strauß an den Stützbalken angepinnt waren... Über das "Warum" der Deutsch-Freundlichkeit der Senora Amparo Cluber Le Roy gibt es viele Versionen. David Perez Lopez bezieht sich auf einen "alten Apotheker" aus Juarez, Oscar Quinonenz, der mitbekommen haben will, wie die junge Senorita Amparo in der Zeit des jüngsten Weltkriegs entflohenen deutschen Kriegsgefangenen aus USA-Lagern über die Grenze nach Mexiko geholfen haben soll. Möglicher Grund: Amparos Mutter soll gebürtige Hamburgerin gewesen sein, ihr Vater Mexikaner, sie selbst in Mexiko geboren. Das "Times Magazin" (12. Juni '78) wiederum zitiert sie so: "Ich liebe meine Jungens, sie kommen von weit her, sie sind alleine hier, Freunde, keine Deutschen, Mama ist tot."

























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Quellen: Wikepedia, Víctor Orozco Orozco, David Perez Lopez
 
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